Das Ministerium für Unternehmensangelegenheiten in Indien sammelt Informationen über das Bildungstechnologieunternehmen Byju's, nachdem sein Wirtschaftsprüfer und drei Vorstandsmitglieder zurückgetreten sind. Das Unternehmen, das einst ein Symbol für Indiens boomende Startup-Szene war, ist seit Monaten in Streitigkeiten mit Gläubigern verwickelt und hat Tausende Arbeitsplätze abgebaut. Byju Raveendran, der milliardenschwere Mitbegründer, hat sich an Investoren gewandt, um ihnen zu versichern, dass lange aufgeschobene Finanzinformationen bald veröffentlicht werden.
Das Ministerium prüft, ob der Wirtschaftsprüfer und die Vorstandsmitglieder von Byju zum Zeitpunkt ihres Rücktritts der Regierung einen Bericht über das Unternehmen vorgelegt haben. Die gesammelten Informationen werden darüber entscheiden, ob eine formelle Untersuchung eingeleitet wird.
„Das Unternehmen hat keine Mitteilung von der MCA im Zusammenhang mit dem Rücktritt des Abschlussprüfers und damit verbundenen Angelegenheiten erhalten“, so Zulfiquar Memon, geschäftsführender Gesellschafter bei MZM Legal, das nach Angaben von Byju’s sein gesetzlicher Vertreter ist. Das Ministerium antwortete nicht auf Anfragen nach Kommentaren.
Deloitte Haskins & Sells trat letzte Woche als Wirtschaftsprüfer von Byju zurück und verwies auf eine Verzögerung bei der Vorlage der Finanzberichte. Drei Direktoren – GV Ravishankar, Russell Dreisenstock und Vivian Wu – traten ebenfalls aus dem Vorstand von Byju zurück.
Die Economic Times berichtete ursprünglich, dass Byju’s vom Ministerium für Unternehmensangelegenheiten inspiziert worden sei, worüber das Unternehmen jedoch keinerlei Informationen gehabt habe. Die Entscheidung, eine Inspektion oder Untersuchung einzuleiten, basiert auf einer Prüfung der vom Ministerium gesammelten Informationen.


