Der Euro hat durch positive Nachrichten von mehreren Seiten deutlich Auftrieb erhalten. Da war zunächst der marktfreundliche Wahlausgang in Griechenland, der zu einem Anstieg der Aktien- und Staatsanleihenkurse führte, als Premierminister Kyriakos Mitsotakis das Land wieder auf den Weg in Richtung Investment-Grade-Status brachte.
Es gab auch gute Nachrichten für Irland: S&P Global Ratings hat das Rating für langfristige Fremdwährungsschulden des Landes auf AA angehoben. Italien konnte unterdessen eine Herabstufung seines Investment-Grade-Status vermeiden. Dies alles sind positive Indikatoren für die europäische Wirtschaft, die in den letzten Jahren vor großen Herausforderungen stand.
Das Signal des Vorsitzenden der US-Notenbank Jerome Powell, dass er dazu neige, die Zinserhöhungen im nächsten Monat auszusetzen, hat dem Euro ebenso geholfen wie die anhaltende restriktive Haltung der EZB. Christine Lagarde hat die Notwendigkeit bekräftigt, die Inflation einzudämmen, ein Faktor, der dazu beitragen dürfte, den Euro in den kommenden Monaten stark zu halten.
Es bestehen jedoch immer noch Risiken, die den Euro nach unten drücken könnten. Laut einem Strategen der ING Bank NV zeigt die Eurozone immer noch Anzeichen einer wirtschaftlichen Schwäche, wobei die Wachstumsaussichten Deutschlands in letzter Zeit „besorgniserregende“ Signale aussenden. Darüber hinaus dürften Umfragen zum Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Euroraum im Laufe dieser Woche weitere Einblicke in die wirtschaftliche Entwicklung liefern.
Obwohl insgesamt noch einige Risiken und Unsicherheiten bestehen, scheint es für Händler gute Gründe zu geben, hinsichtlich der Aussichten für den Euro in naher Zukunft optimistisch zu sein.


