Hongkongs neues Sicherheitsgesetz löst im Ausland Besorgnis aus

19-03-2024
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Hongkongs neues Sicherheitsgesetz löst im Ausland Besorgnis aus
John Lee, Mitte, nach der Verabschiedung von Artikel 23 im Legislativrat in Hongkong am 19. März.
Chan Long Hei/Bloomberg
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Die schnelle Verabschiedung eines umstrittenen Gesetzes zur inneren Sicherheit in Hongkong hat bei internationalen Verbündeten wie den USA, der EU und dem Vereinigten Königreich Alarm ausgelöst. Das als Artikel 23 bekannte Gesetz wurde vom Hongkonger Parlament in einer kurzen Sitzung einstimmig angenommen und markierte damit die schnellste Verabschiedung eines Gesetzes seit der Übergabe der Stadt an China im Jahr 1997.

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Kritiker, darunter die Biden-Regierung und die Europäische Union, äußerten Bedenken hinsichtlich der vagen Formulierung des Gesetzes und befürchteten, dass es die Freiheiten und den politischen Pluralismus im globalen Finanzzentrum weiter einschränken könnte. Das Vereinigte Königreich, das eine beträchtliche Anzahl ehemaliger Einwohner Hongkongs beherbergt, hat den Schritt ebenfalls verurteilt und erklärt, dass er Chinas Verpflichtungen aus dem Vertrag von 1984 untergräbt, der die Rückkehr der Stadt unter chinesische Herrschaft regelte.

Das neue Gesetz sieht strenge Strafen für Vergehen wie Hochverrat und Aufruhr vor, mit lebenslanger Haft als möglicher Strafe. Darüber hinaus erweitert es die Befugnisse der Regierung zur Unterdrückung politischer Opposition und umfasst weit gefasste Staatsgeheimnisdelikte, wodurch Hongkong stärker an die strengen Spionagegesetze Chinas angepasst wird. Ausländische Investoren und Analysten haben Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen dieser Bestimmungen auf den wirtschaftlichen und finanziellen Informationsfluss in der Stadt geäußert.

Seit den Massenprotesten für die Demokratie im Jahr 2019 hat die Regierung von Präsident Xi Jinping ihren Einfluss auf Hongkong verschärft, was 2020 in der Einführung eines nationalen Sicherheitsgesetzes gipfelte. Dieser jüngste Schritt zur Verabschiedung lokaler Sicherheitsgesetze hat Kritik und Befürchtungen über ein weiteres Vorgehen gegen Andersdenkende in der halbautonomen Region ausgelöst.

Trotz der Behauptungen von Hongkonger Beamten, dass das Gesetz breite öffentliche Unterstützung genießt, bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich seiner möglichen Auswirkungen auf den akademischen, internationalen, Medien- und Finanzsektor in der Stadt. Während der Beratungen zum Gesetzentwurf vorgenommene Änderungen haben dem Stadtführer erweiterte Befugnisse zum Schutz der nationalen Sicherheit eingeräumt und die Polizeibefugnisse zur Inhaftierung und Untersuchung von Verdächtigen der nationalen Sicherheit erweitert.

Während Hongkong die Verabschiedung des Sicherheitsgesetzes vorantreibt, beobachtet die internationale Gemeinschaft die Situation weiterhin genau. Die Auswirkungen dieser Gesetzgebung auf die Autonomie, die Freiheiten und den weltweiten Ruf Hongkongs als Finanzzentrum sind nach wie vor ein Streit- und Prüfungspunkt bei wichtigen Interessengruppen.