UEFA vergibt Champions-League-Finale 2027 an Madrid und Warschau

11-09-2025
J. Groot
UEFA vergibt Champions-League-Finale 2027 an Madrid und Warschau
Getty Images
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Der Europäische Fußballverband (EFA) gab am Donnerstag die Entscheidungen seiner Exekutivkomiteesitzung in Tirana bezüglich der Austragungsorte wichtiger Endspiele der kommenden Saisons offiziell bekannt. Die Frage, ob nationale Meisterschaften außerhalb Europas ausgetragen werden können, blieb jedoch offen, was die Komplexität und Mehrdeutigkeit der Angelegenheit unterstreicht. Das Finale der Champions League der Männer 2027 wird im Metropolitano in Madrid ausgetragen, wo auch das Finale 2019 stattfand. Das Finale der Frauen wird im Nationalstadion in Warschau ausgetragen. Dies unterstreicht die wachsende Popularität und geografische Ausbreitung des Spitzenfußballs.

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Darüber hinaus wurden die Austragungsorte für die Endrunde 2026 bestätigt: Budapest mit der Puskas Arena für das Herrenturnier und Oslo mit dem Ullevaal-Stadion für das Damenturnier. Salzburg wurde zum Austragungsort des UEFA-Superpokals im nächsten Jahr ernannt, was den systematischen Ansatz des Verbands bei der Verteilung prestigeträchtiger Veranstaltungen auf dem gesamten Kontinent unterstreicht. Die weitaus umstrittenere Frage der Verlegung nationaler Vereinsspiele ins Ausland, insbesondere außerhalb des UEFA-Gebiets, wurde jedoch für eine weitere eingehende Prüfung zurückgestellt, bei der alle Beteiligten, einschließlich der Fans, die bereits ihren entschiedenen Widerstand geäußert haben, berücksichtigt werden.

Der italienische Fußballverband hat bereits vorläufig die Austragung des Serie-A-Spiels zwischen Mailand und Como in Perth genehmigt, während die spanische La Liga hofft, das Spiel zwischen Villarreal und Barcelona in Miami auszutragen. Die UEFA betont jedoch die Notwendigkeit einer sorgfältigen Prüfung zahlreicher Faktoren, da solche Initiativen die fundamentalen Grundlagen des sportlichen Wettbewerbs berühren. In ihrer Erklärung würdigte die Organisation die Bedeutung des diskutierten Themas, wies jedoch darauf hin, dass schwerwiegende rechtliche, organisatorische und ethische Aspekte einen ausgewogenen Ansatz erfordern, der übereilte Entscheidungen ausschließt, die von kurzfristigen finanziellen Vorteilen diktiert werden.

Während die Kommerzialisierung des Fußballs weiter an Fahrt gewinnt, ist sich der Dachverband in dieser grundlegenden Frage seiner Verantwortung bewusst, die Integrität und sportliche Fairness der Wettbewerbe zu wahren, die den Eckpfeiler des europäischen Fußballmodells bilden. Fanverbände haben die Ligapläne bereits als absurd bezeichnet, und die UEFA steht nun vor der schwierigen Aufgabe, die Interessen der Vereine, die nach neuen Einnahmequellen suchen, mit den Grundwerten des Sports in Einklang zu bringen, die nicht dem Kommerz geopfert werden dürfen.