Chilenischer Gesetzgeber verabschiedet Gesetze zur Unterstützung privater Krankenversicherungsanbieter

14-05-2024
PixelVortex
Chilenischer Gesetzgeber verabschiedet Gesetze zur Unterstützung privater Krankenversicherungsanbieter
Der linke Präsident Gabriel Boric hat den Gesetzentwurf unterstützt, obwohl ihn dieser in die schwierige Lage gebracht hatte, ein Gesundheitssystem aufrechtzuerhalten, das sich an wohlhabendere Bürger richtet.
Chris Kleponis/CNP/Bloomberg
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Die chilenischen Parlamentsabgeordneten haben grünes Licht für einen Gesetzentwurf gegeben, der den angeschlagenen privaten Gesundheitssektor des Landes entlasten soll und die Verpflichtung der Versicherer zur Rückzahlung von 1 US-Dollar vorsieht. 6 Milliarden an Versicherungsnehmer. Das neu verabschiedete Gesetz zwingt private Versicherungsunternehmen, bekannt als Isapres, dazu, Kunden, die zu viel berechnet haben, zu erstatten und strengere Vorschriften für die Tariffestsetzung einzuführen. Allerdings ermöglicht der Gesetzentwurf den Versicherern auch, diese Rückzahlungen innerhalb von bis zu 13 Jahren zu leisten, was ihnen einen überschaubareren Zeitrahmen bietet.

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Diese Entscheidung des Gesetzgebers zielt darauf ab, eine praktikable Erstattungsstruktur für chilenische Versicherer zu schaffen, die unter finanzieller Belastung stehen, seit ein kürzlich ergangenes Urteil des Obersten Gerichtshofs im Jahr 2022 die Rückzahlung bestimmter überhöhter Gebühren anordnete. Dennoch birgt der Gesetzentwurf Risiken für diese Unternehmen, da sie mit potenziellen Umsatzeinbußen konfrontiert sind.

Präsident Gabriel Boric, ein progressiver Anführer, hat sich hinter den Gesetzentwurf gestellt, obwohl er dadurch in eine schwierige Lage gebracht wird, wenn es um ein Gesundheitssystem geht, das in erster Linie wohlhabenderen Menschen dient. Viele Abgeordnete der Regierungskoalition äußerten ihre widerstrebende Zustimmung zum Gesetzentwurf.

Die Herausforderungen, vor denen private Versicherer stehen, ergeben sich aus dem Gerichtsurteil von 2022, das Unternehmen verpflichtet, Kunden für frühere Übergebühren zu entschädigen. Internationale Versicherungsgiganten wie UnitedHealth und Bupa sind in Chile tätig und haben die Auswirkungen der Systemprobleme zu spüren bekommen.

Nach ausführlicher Beratung legte eine gemeinsame Kommission den Gesetzentwurf letzte Woche dem Senat vor, was dazu führte, dass sowohl der Senat als auch die Abgeordnetenkammer am Montag für die Verabschiedung stimmten.

Chile verfügt über ein duales Krankenversicherungssystem: Fonasa, eine staatliche Einrichtung, deckt rund 80 % der Bevölkerung ab, während sechs private Versicherer vor allem höhere Einkommensschichten abdecken. Gesundheitsexperten haben gewarnt, dass die finanziellen Probleme von Isapres weitreichendere Auswirkungen haben und möglicherweise zum Zusammenbruch privater Kliniken im Land führen könnten.