Imran Khan wurde nach Verurteilung von den Wahlen ausgeschlossen

05-08-2023
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Imran Khan wurde nach Verurteilung von den Wahlen ausgeschlossen
Imran Khan nach seinem Auftritt vor dem Obersten Gerichtshof in Islamabad.
AamirQureshi/AFP/Getty Images
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Pakistans ehemaliger Premierminister Imran Khan wurde verurteilt, weil er während seiner Amtszeit die Erlöse aus dem Verkauf staatlicher Geschenke verschwiegen hatte. Diese Entwicklung bedeutet, dass er bei den für November anstehenden Wahlen nicht mehr antreten kann. Khan, der jegliches Fehlverhalten bestreitet und mit zahlreichen anderen Fällen konfrontiert ist, plant, die Entscheidung des Gerichts vor einem höheren Gericht anzufechten.

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Die Verurteilung erfolgte, nachdem ein Sitzungsgericht in Islamabad Khan zu drei Jahren Gefängnis verurteilt hatte, was zu seiner sofortigen Festnahme durch die Polizei führte. Dieses Urteil ebnet den Weg für Premierminister Shehbaz Sharif, die Wahlen abzuhalten, da die Amtszeit der Regierung nächste Woche endet. Sharif möchte sich ein Mandat sichern, das es ihm ermöglicht, das Rettungsprogramm des Internationalen Währungsfonds fortzusetzen, das er im Juni angesichts steigender Inflation und Zinssätze wiederbelebt hatte.

Khans Sprecher für Rechtsangelegenheiten, Naeem Haider Panjhuta, kritisierte das Urteil des Gerichts und erklärte, es fehle an Zeugen. Das Gericht befand Khan im Fall der Staatsgeschenke für schuldig und verhängte eine dreijährige Haftstrafe sowie eine Geldstrafe von 100.000 Rupien. Die pakistanische Regierung erklärte, dass Khan automatisch vom Wahlverfahren ausgeschlossen werde und die Strafe verbüßen müsse. Folglich kann Khan in den nächsten fünf Jahren an keinen Wahlen teilnehmen und ist nicht berechtigt, ein öffentliches Amt zu bekleiden.

Imran Khan hat behauptet, dass der Fall von Staatsgeschenken zusammen mit den anderen Anklagen, die von Korruption bis Mord reichen, lediglich Versuche seien, ihn von der Teilnahme an der Politik abzuhalten. Dies ist das zweite Mal, dass Khan verhaftet wurde, obwohl die Reaktion seiner Anhänger im Gegensatz zum vorherigen Vorfall Anfang des Jahres begrenzt war.

In den letzten Monaten kam es zu einem harten Vorgehen des Militärs und der Regierung gegen Khans Partei, was dazu führte, dass wichtige Mitglieder die Partei verließen und sich anderen Gruppen anschlossen. Khan blieb größtenteils in seinem Haus in der Provinz Punjab eingesperrt und machte sich nur auf den Weg, um für die zahlreichen Fälle, mit denen er konfrontiert ist, eine Freilassung auf Kaution zu beantragen.

Der politische Analyst Mazhar Abbas vermutet, dass es aufgrund des Drucks und der Unterdrückung, denen Khans Partei ausgesetzt ist, möglicherweise nicht sofort zu einem größeren Protest kommt. Khan hat jedoch weiterhin die Möglichkeit, das Urteil sowohl vor dem Obersten Gerichtshof von Islamabad als auch vor dem Obersten Gerichtshof anzufechten.

Es könnte Monate dauern, bis Khan gegen das Urteil vor einem Untergericht Berufung einlegt und ihn damit effektiv aus dem Wahlkampf ausschließt. In einem aufgezeichneten Video, das seine Partei nach seiner Festnahme veröffentlichte, rief Khan seine Anhänger dazu auf, friedlich gegen seine Inhaftierung zu protestieren, und betonte, wie wichtig es sei, für eine Regierung ihrer Wahl zu stimmen.

Der Fall ging auf eine Beschwerde der pakistanischen Wahlkommission zurück, die Khan beschuldigte, Gelder aus dem Verkauf von Geschenken, die er während seiner Amtszeit als Premierminister von ausländischen Führungskräften erhalten hatte, nicht offiziell offengelegt zu haben. Letztes Jahr disqualifizierte die Kommission Khan im Zusammenhang mit demselben Fall als Gesetzgeber und leitete daraufhin ein Strafverfahren gegen ihn ein.

Die Untersuchung der Kommission ergab, dass Khan teure Geschenke wie Graff- und Rolex-Uhren, Schmuck und Teppiche zu ermäßigten Preisen von der Staatskasse gekauft und einige davon sogar auf dem lokalen Markt verkauft hatte.

Das überraschende Urteil folgte einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, die das Untergericht anwies, festzustellen, ob der Fall von Staatsgeschenken eine Straftat darstellte. Der Richter der unteren Instanz gelangte zu dem Schluss, dass es sich bei dem Fall tatsächlich um Strafanzeigen handelte, und verkündete anschließend einen Schuldspruch, wobei er betonte, dass Khans Unehrlichkeit zweifelsfrei offensichtlich sei.

Khan, der bei der Verhandlung nicht anwesend war, wurde sofort zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Seine Partei erklärte seine Festnahme für rechtswidrig und kündigte an, den Rechtsstreit zu führen. Die Situation bezüglich Khans Aufenthaltsort bleibt unklar, da lokale Nachrichtensender berichteten, dass die Polizei vor seinem streng bewachten Haus in Lahore wartete, während seine Gruppe behauptete, er werde mit einem Hubschrauber nach Islamabad geflogen.